Per Mausklick vom Bio-Produkt zum Erzeuger – unter http://www.bio-mit-gesicht.de/ können Sie ganz leicht die Herkunft von verschiedenen Bio-Lebensmitteln – hier zum Beispiel Bio-Zwiebeln – im tegut… Sortiment zurückverfolgen. 
  Eva und Wilhelm Gebhardt vom Thomasbauernhof in Gnötzheim ermöglicht der Bio-Anbau, ihr Land zu kultivieren und die endlichen Ressourcen zu schonen.  Gründe, die Georg Zink in Eßleben, im Kreis Schweinfurt, bewogen haben, auf den Bioanbau umzustellen, waren: vorbildlich wirtschaftende Betriebe in der Umgebung und eine Hautallergie, die durch Pflanzenschutzmittel ausgelöst worden war.  Hans Löhr vom Ries-Hof im nördlichen Harzvorland fasziniert der biologisch-dynamische Anbau, durch seine ganz andere Sicht auf die Phänomene des Lebens.
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QUALITÄT
Bio-mit-Gesicht
Per Mausklick vom Bio-Produkt zum Erzeuger – unter http://www.bio-mit-gesicht.de/ können Sie ganz leicht die Herkunft von verschiedenen Bio-Lebensmitteln – zum Beispiel Bio-Zwiebeln – im tegut… Sortiment zurückverfolgen. Geben Sie dazu einfach die Bio-mit-Gesicht-Nummer auf dem Etikett der Produktverpackung in das Feld "Sehen, wo's herkommt" auf der "bio-mit-gesicht"-Homepage ein - und Sie erfahren mehr darüber, welcher Bauer Ihr Bio-Lebensmittel wo angebaut hat.
Der direkte Draht zum Bio-Zwiebelbauern Ihres Vertrauens Sie sind bodenständig und dennoch unkonventionell; sie sind würzig bis scharf und so schnell zubereitet – Schale abziehen, fix in Ringe, Spalten, Würfel schneiden –, dass man gelassen darüber hinwegsehen sollte, wenn sie einem beim Zerkleinern regelmäßig die Tränen in die Augen treiben. Zumal Zwiebeln zum Grundvorrat jeder Küche gehören! Es gibt kaum ein pikantes Gericht, das durch ihre süß-scharfe Würze nicht gewinnt. Damit nimmt die Zwiebel ganz klar eine Schlüsselposition in der Küche ein.
Bio-Zwiebeln „mit Gesicht“ Bei einer derart zentralen Stellung ist die Qualität dieser Zutat natürlich von großem Interesse. Um sich hierüber eingehend informieren zu können, gibt es bei den Bio-Zwiebeln in Ihrem tegut... Markt die Möglichkeit, die dahinterstehenden Zwiebelbauern näher kennenzulernen. Wie das geht? Über die Eingabe der Chargennummer – steht auf dem Zwiebeletikett – können Sie auf der Internet-Seite http://www.bio-mit-gesicht.de/ ermitteln, welcher Bio-Bauer diese Zwiebeln angebaut hat – im Sinne der EG-Öko- Verordnung und nach den Richtlinien der Bio-Anbauverbände Naturland, Bioland oder Demeter. Drei der Bio-Bauern, die tegut… regelmäßig und exklusiv mit Zwiebeln versorgen, stellen wir Ihnen auf den kommenden Seiten vor. Es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, wie und von wem angebaut wurde, was auf den Tisch kommt!
Der Thomasbauernhof Der Bioland-Hof von Eva und Wilhelm Gebhardt liegt in Gnötzheim, einem Dorf in Unterfranken, das so klein ist, dass es keine Straßennamen gibt und die Häuser einfach durchnummeriert sind. Die Familie betreibt Ökolandbau aus Überzeugung, und das seit mittlerweile 20 Jahren. „Der Ökoanbau bietet uns die Möglichkeit, unser Land zu kultivieren und die endlichen Ressourcen zu schonen“, so Wilhelm Gebhardt. „Die Produkte sollen in die Region passen und hier auch vermarktet werden können. Also haben wir den Schwerpunkt auf Zwiebeln und Kartoffeln ,mit Gesicht’ gesetzt und bauen zusätzlich Rüben und Weizen an.“
Auch Weinreben, Streuobst und Felder, auf denen Sonnenblumen und Lein wachsen, gehören zum Hof der Gebhardts. Im Hofladen werden feine, in der hauseigenen Mühle gepresste Öle und selbst kreierte Essigspezialitäten – im offenen Gärverfahren aus eigenem Wein hergestellt –, sowie Pesto, Senf und Feldfrüchte verkauft. Eigentlich klar, dass die Gebhardts auch selbst gerne Zwiebeln essen, und natürlich gibt’s auch im Hofladen ein entsprechendes Produkt: Zwiebelessig!
Der Lindleinshof Auf dem Lindleinshof, nahe dem Dorf Eßleben im Landkreis Schweinfurt, betreibt die Familie von Georg Zink einen Naturland-Betrieb. 2003 hat sie ganz auf ökologischen Anbau umgestellt. „Wir pflanzen großflächig Feldgemüse – Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln ‚mit Gesicht’ –, außerdem Getreide und Leguminosen (Hülsenfrüchte), Sonnenblumen und Zuckerrüben“, sagt Georg Zink. Wichtige Auslöser für die Abkehr von der konventionellen Landwirtschaft waren für ihn zum einen: einige in der Umgebung angesiedelte Bio-Betriebe, die vorbildlich wirtschafteten, zum anderen: eine durch Pflanzenschutzmittel ausgelöste Hautallergie. Auch für die Familie schaffte der Wechsel zum Bio-Anbau neue Perspektiven: Sohn Christoph hat gerade das Landwirtschaftsstudium abgeschlossen und arbeitet mit auf dem elterlichen Hof.
Löhrs Ries-Hof Hans Löhr aus Berel in der Nähe von Salzgitter ist Demeter-Bauer aus Überzeugung. Hier auf dem Ries-Hof im nördlichen Harzvorland gedeihen auf fruchtbaren Ackerböden für tegut... Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln „mit Gesicht“. „Der mineralstoffreiche Boden und das niederschlagsarme Klima machen die Zwiebeln extrawürzig“, sagt Löhr. Zudem baut er das schmackhafte Gemüse, das botanisch zur Familie der Liliengewächse gehört, genauso wie Möhren auf „Dämmen“ an – so stehen die Zwiebeln „fußtrocken“ und sind weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Als Sohn eines Bauern und dem Einblick in die konventionelle Landwirtschaft verfolgt Löhr mit seinem Betrieb bewusst andere Ziele: „Der biologisch-dynamische Anbau fasziniert mich mit seiner ganz anderen Sicht auf die Phänomene des Lebens – basierend auf Naturdurchdringung und Naturerkenntnis – der Hof als ein in sich geschlossener Betriebskreislauf.“ Es hat sich gelohnt: Seit 1990 hat Löhrs Ries-Hof die Demeter-Anerkennung. Und das ist nicht nur gut für die Zwiebeln!
Bio-mit-Gesicht-Zwiebeln: Vom Anbau bis zur Ernte „Der Anbau ist sehr arbeitsintensiv“, berichtet Wilhelm Gebhardt vom Thomasbauernhof, dem größten Bio-mit-Gesicht-Zwiebellieferanten, und erklärt – stellvertretend für die anderen Zwiebelbauern – wie’s geht: „Anfang April säen wir aus. Zu Anfang sieht der Zwiebelacker dann erstmal aus wie ein Reisfeld“, scherzt er. Da im Bio-Anbau keine Pestizide gespritzt werden dürfen, wachsen reichlich Wildbegleitkräuter. „Das bedeutet viel mühsame Handarbeit: Mindestens dreimal während der Wachstumsperiode muss zwischen den Pflänzchen durchgehackt werden, um den Unkräutern Einhalt zu gebieten.
Umso schöner, wenn endlich die Ernte ansteht. „Das relativ trockene Klima in Franken sorgt in der Regel für eine gute Abreife der Zwiebeln. So entsteht eine schöne Schalenfarbe und die Zwiebeln lassen sich später gut lagern“, erklärt Gebhardt und beschreibt gleich anschließend sehr anschaulich die Funktion des „Zwiebelputzers“: „Sind die Zwiebeln so trocken, dass sie, rascheln’, geht’s in die sogenannte ,Zwiebel-Guillotine’. Das ist ein großer Schüttelboden mit Drahtrost, unter dem sich eine Art Rasenmäher befindet. Er trennt Wurzelreste, verschmutzte Schalen und Schloten endgültig von den Zwiebeln ab.“
Für das Sortieren und Verpacken der Ware, sowie die kontinuierliche Belieferung der tegut… Märkte sorgt der Bioland-Hof der fränkischen Liefergemeinschaft, die Remlinger Rüben GbR, von Thomas Schwab. Auch er baut seit Jahren Bio-Zwiebeln „mit Gesicht“ für tegut… an.
Ines Teitge-Blaha Foodjournalistin und Ökotrophologin, Weimar/Lahn.
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