Wolfgang Gutberlet tegut..., Gerloser Weg 72 36039 Fulda oder per E-Mail unter: guteLebensmittel@tegut.com
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ÜBER UNS
Liebe Leserinnen, liebe Leser, was uns am meisten gewünscht wird, ist Glück. Doch was macht uns glücklich?
Dass das Glück von Dichtern und Denkern vielfältig und zum Teil auch widersprüchlich beschrieben wird, regt an, sich seine eigenen Gedanken zu machen, was es bedeutet und woher es kommt. So meinen die einen, Glück sei etwas, was einem widerfährt, also sozusagen unerwartet entgegen kommt. Andere betonen, dass man auf das Glück warten müsse, und wieder andere gestehen das Glück nur dem Tüchtigen zu. Eins gilt wohl für uns alle: Gelegentlich träumen wir vom großen Glück. Glück strahlt aus. Man kann es an anderen miterleben. Glückliche Menschen ziehen uns an, und Menschen versuchen, in Augenblicken des Glücks dabei zu sein. Wenn wir uns überprüfen, was wir gerne lesen, sehen oder hören, dann sind es entweder die Berichte über Unglück, die in uns das Gefühl von Mitleid auslösen können, aber auch damit zugleich ein abgeleitetes Gefühl des Glücks, dass wir nicht davon betroffen sind. Oder wir werden berührt von Berichten über das Glück anderer und genießen es mit, solange wir ein Neidischwerden unterdrücken können. Aber was ist es nun eigentlich, was das Erlebnis des Glücks herbeiführt? Ist es nicht das der tiefen Verbundenheit mit einem gesuchten oder angestrebten anderen? Vielleicht kann man auch sagen, es ist der Augenblick, in dem die Harmonie übergeht in ein im anderen leben und den anderen als Teil von mir empfinden können. Dieses Einssein- Erlebnis, diese Entdeckung des anderen in mir und meiner im anderen kann auf ganz unterschiedlichen Ebenen des Menschen stattfinden. Es kann geistig erfahren werden, im Denken, im gemeinsamen Finden, in einer Idee. Es kann seelisch empfunden werden, im Fühlen, im Zusammenschluss der Herzen, in wahrer Freundschaft. Dieses von Herz zu Herz, die Herzlichkeit, immer wieder zu üben, ist für uns Menschen wohl lebensnotwendig, wenn wir nicht verhärten wollen. Und wir können dieses Glück auch im Körper erleben, wenn wir nach einer Anspannung und Anstrengung die von uns erwartete erlösende Antwort von der Welt, von dem anderen erhalten. So spürt ein Fußballspieler im Augenblick, in dem er den Ball trifft, ob seine Anstrengungen den Ball dahin führen werden, wohin er ihn gedacht hat. Insofern gibt es viele Möglichkeiten, glücklich zu werden: Ob im Denken oder der Meditation, ob in Kinderaugen, in der Wärme des Fühlens für einen anderen Menschen oder im Erreichen von etwas Angestrebtem.
Dennoch, die verschiedenen Ebenen der Glückserlebnisse wirken anders zurück auf den Menschen. Je mehr ich mein Glück im Tun oder Bekommen suche, desto öfter muss ich das Erlebnis wiederholen. Je mehr ich es in der Herzensebene und mehr noch auf der Denkebene und in der Ideenwelt suche, desto länger kann ich im Zustand des Glücks verweilen. Eins scheint mir für alle Fälle zu gelten: Ob ich glücklich bin, ist mehr ein innerlicher als ein äußerlicher Prozess. Das Glück wird mir nicht aufgedrängt. So finden wir auch in diesem marktplatz viele Möglichkeiten für Glücksmomente. Da ist einmal die Erinnerung an die Wiedervereinigung Deutschlands, und da ist auch das Glück des Genießens, z.B. eines guten Weins. Aber vielleicht erkennen wir gerade im Genießen am besten, was Glück vertreiben kann: In dem Augenblick nämlich, in dem ich sage, ich brauche etwas zum Glück, z.B. den Wein oder andere Gegebenheiten, wenn ich mein Glück abhängig mache von diesen, dann werde ich die meiste Zeit unglücklich auf etwas warten und die Chance der gegenwärtigen Glücksmöglichkeiten übersehen.
In diesem Sinne Ihnen viele glückliche Momente wünschend, grüßt Sie
Ihr Wolfgang Gutberlet
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