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Wolfgang Gutberlet
tegut..., Gerloser Weg 72
36039 Fulda oder
per E-Mail unter:
guteLebensmittel@tegut.com
ÜBER UNS
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
kommt es Ihnen auch so vor, als ob die Bemühungen, uns zu verwirren, zunehmen?

Den einen Tag lesen wir, dass alles besser würde. Den nächsten, dass die größten Probleme noch vor uns lägen. Das gilt ebenso in Bezug auf die Wirtschaftskrise wie für viele andere Themen.

Wir sollten uns erinnern: Weder Angst noch Hoffnung sind gute Ratgeber, weil sie nüchternes Denken und beherztes Handeln verhindern. Sie machen uns stattdessen zum Spielball der Spekulationen und Dramatisierung unserer Medien; jagen unsere Stimmung von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt und fördern krankhafte Erscheinungen wie Depressionen und Manien.

In Bezug auf unsere Ernährung ist das nicht anders: ständig neue Warnungen und Empfehlungen oder gar Verbote und Vorschriften. So verunsichert stellen wir uns letztlich die Frage: Lässt sich Genießen noch mit dem Zeitgeist und mit der Nachhaltigkeitsfrage vereinbaren?
Verstünden wir Nachhaltigkeit als Einschränkung des Verbrauchs, wie es fälschlicherweise oft interpretiert wird, so wäre sie ja am besten erreicht, wenn wir stürben. Nein, es geht richtigerweise um eine Ernährung, die unserer Gesundheit und Leistungsfähigkeit angemessen ist. Und dazu ist das Genießen ein Geschenk der Natur, das uns helfen soll, das für uns Geeignete herauszufinden.
„Genuss“ ist ursprünglich verwandt mit den Worten: Nutzen, Vorteil. Die Natur bedient sich immer wieder dieses unbewussten Lenkers zur Erhaltung und Stärkung einer Spezies, wie wir leicht überprüfen können. Aber jeder Führer kann bekanntermaßen schnell zum Verführer werden. Und so hat auch der Genuss diese beiden Seiten. Wo das rechte Maß bei Tieren und Pflanzen meist instinkthaft geregelt ist, da ist der heutige „selbstbewusste“ Mensch aufgefordert, selbst zu steuern, selbst Maß zu halten und selbst zu entscheiden, was ihm gemäß ist. Das macht das spezifisch Menschliche am Menschen aus, dass er nicht getrieben handelt, sondern begeistert und beherzt.
So essend und trinkend wird Genießen zu einem Erkennen und Anerkennen der Gaben der Natur, wird zugleich Dienst an der Nachhaltigkeit und erhält letztlich seine Berechtigung durch die Verwandlung der Nahrung in unsere guten Taten.
Der Mensch wird zum „Sich-Selbst-Unternehmer“, wenn er vom Output her, von seinen Taten her, den Input verantwortet. Im Essen und Trinken ist der erwachsene Mensch relativ selbstbestimmt. Aber damit setzt auf diesem Gebiet Freiheit Freiwilligkeit voraus. Das heißt auch: Übung der eigenen Willenskräfte.

Trotzdem und gerade deshalb: Lassen Sie sich nie die Freude nehmen und gutes Essen verdrießen! Es wäre schade darum und könnte sogar schädigend wirken.

Ein genussvolles Leben wünscht Ihnen

Ihr Wolfgang Gutberlet

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